Über Andre

Für mich gibt's kein Schwarz oder Weiß. Bei mir ist alles silbergrau.

WienerSängerDandyPoet

Nichts muss so sein, wie es ist

Andre Leherb ist musikschaffender Sänger aus Wien. Der eher untypische Singer/Songwriter ist zudem noch Dichter, Denker und Philosoph. Er transformiert Surrealismus in Musik, indem er mit seinem Genre-Mix ein akustisches Gesamtbild (er)schafft.

Andre Leherb
Biografie

Vom Sängerknaben zum Dandy.

Punktuelle Bio
  1. 70erMozart-Sängerknabe
  2. 80erWien, Falco
  3. 90erGermany, America
  4. 1995Rockband DEZIRE
  5. 1998Beginn der Solokarriere
  6. 2000Model-Agentur
  7. 2004ESC-Vorausscheid
  8. 2007Studioaufnahmen
  9. 2011Videodreh „Ganz Wien“ (Version 2001)
  10. 2012Arbeit an der Biographie Maître Leherb
  11. 2017Andre Leherb SURREAL
  12. 2019Liveauftritte
  13. 2022Wiener Mischung Surreal
  14. 2026„24/7“ und „Wir tanzen den Walzer“ mit Gary Lux

Andre Leherb ist Sänger, Songwriter und Poet aus Wien. Mozart-Sängerknabe in den 70ern, musikalisch geschmiedet und inspiriert im Wien der 80er, bekannt und unterwegs gewesen mit Zeitgenossen wie Falco und Hansi Lang, macht er seine ersten Erfahrungen in der Branche 1995 als Leadsänger und Frontman der Rockband DEZIRE. Seitdem schreibt und produziert er Songs in Englisch, Deutsch und in seinem ganz eigenen Wiener Dialekt.

Seine Musik erstreckt sich von Rock und Pop über New Wave, Rap und Indie bis zum neuen Wiener Lied Pop. Andre Leherb hat viel(es) gesehen, voll ausgelebt und daraus seinen ganz eigenen Stil und Mix kreiert. Er ist Mode-Ikone, Dandy und vor allem eine schillernde Figur seiner Heimatstadt Wien. Der erklärte Exzentriker trägt das kreative Erbe seines Onkels Surrèaliste Maître Leherb ins 21. Jahrhundert.

Andre Leherb verbrachte mehrere Jahre in den USA und Süd-Amerika. Seit 1998 arbeitet er an seiner Solo-Karriere. Vom Donauinselfest-Auftritt über die Zusammenarbeit mit CJ Bomb von den Bingo Boys und den Rounder Girls Tini Kainrath und Lynn Kieran im eigenen Tonstudio, der Erfahrung im Model Business mit drei verschiedenen Agenturen, der Teilnahme am Österreich-Vorentscheid für den ESC 2004 in Istanbul und Studioaufnahmen zahlreicher Songs in den letzten 20 Jahren.

Mittlerweile gereift und mit einem kritischen Blick auf die Welt hat er in Gary Lux einen nahezu idealen musikalischen Partner gefunden. Indem er mit ihm deutschsprachige Rock und Pop Songs produziert, kann er sich im Rahmen seiner Solo-Karriere wieder einmal neu erfinden.

24/7

Der erste neue Song „24/7“ aus dieser Zusammenarbeit mit dem bekannten austro-kanadischen Musikproduzenten und österreichischen Rekordteilnehmer am ESC ist nun bereits seit 15. Mai 2026 auf allen relevanten Plattformen zu hören. Der Song handelt von der Metamorphose eines Nightlife-Afficionados zu einem Mann, der seine Liebe gefunden und schätzen gelernt hat. Er beschreibt den Kampf mit sich und seiner inneren Zerrissenheit, aber auch die Diskrepanz zwischen einem kräftezehrenden und energieraubenden Leben als einsamer Nachtfalke auf der Suche nach Liebe und einer echten und dauerhaften Liebesbeziehung. Schließlich landet er bei sich selbst angekommen, in einem neuen Leben.

Der Text trägt unverkennbar autobiografische Züge. Das musikalische Genre ist im deutschsprachigen PopRock angesiedelt.

Der Zeitgeist ist geprägt von Oberflächlichkeit und Bindungsangst statt mutigem Bekenntnis zur persönlichen Beziehung. 24/7 steht aber auch für die, heute erwartete, permanente Verfügbarkeit, wegen der vieles verloren gehen kann.

Andre Leherb zu „24/7“
Wir tanzen den Walzer

Der bereits zweite Song aus der Zusammenarbeit mit Gary Lux heißt „Wir tanzen den Walzer“ und ist ab 12. Juni 2026 auf allen relevanten Plattformen on air. Er erzählt sowohl die Historie des Walzers als völkerverbindende Kraft aus Wien als auch, mit einem Augenzwinkern, einiges über die Probleme unserer Zeit. Die tägliche Manipulation in Wort, Schrift und Bild löst Existenzängste bei vielen Menschen aus und führt oftmals zu Handlungsunfähigkeit.

Der Walzer ist ein Aufruf an uns alle, endlich unser Leben selbst in die Hand zu nehmen. Nicht ohne Grund löst gerade der Donauwalzer zu Silvester immer wieder neue Hoffnung bei den Menschen aus. Der Walzer macht uns allen wieder Mut, weil er einfach heiß ist. Und das wird no‘ in 200 Jahr‘ so sein. So schaut’s aus.

Andre Leherb
Der Poet

Andre schreibt.

Zwei Essays von Andre Leherb. Persönlich, genau, mit Wiener Schmäh zwischen den Zeilen.

Ein Essay

Meine außergewöhnliche Geschichte mit dem Rauchen

„Schließlich sollte das Rauchen ja ein Genuss sein und nicht Arbeit.“

Ich kann mich noch gut daran erinnern, an meine ersten Versuche mit dem Rauchen. Ich war noch nicht einmal zwölf Jahre alt, als mein ältester Freund Hannes, sein Vater war jahrelang Vize-Bezirksvorsteher in Hietzing, und ich im Hügelpark, übrigens nicht weit entfernt von dem Ort, wo ein gewisser Georg Danzer aufgewachsen ist und bis zu seinem tragischen Krebstod gelebt hat, auf einer Parkbank eine selbst gebastelte Zigarette in Form einer Liane anzündeten und danach unseren ersten Rauchversuch machten. Damals sagte ich zu mir, dass es ja keine „echten“ Zigaretten wären. Es blieb nicht bei diesem einen Versuch, Lianen zu rauchen; und eigentlich hatte ich auch nicht vor, mit „echten“ Zigaretten anzufangen. Es kam jedoch anders.

14 Min. Lesezeit
Erinnerungen an Maître Leherb

Der Meister des Phantastischen Realismus und ich

„Wenn nicht in dieser Nacht ein Zwölfjähriger dieses Buch an sich genommen hätte.“

Das erste Mal, dass ich meinen Onkel erlebte, war in den 1970er Jahren. Ich kann nicht genau sagen, in welchem Jahr oder in welchem Monat, schon gar nicht an welchem Tag das war. Ich jedenfalls ging damals noch in die Volksschule. Aber ich erinnere mich ziemlich genau an diesen Tag, der ein Sonntag gewesen sein muss und sehr wahrscheinlich auch ein Feiertag. Es sollten noch viele Besuche meines Onkels mit meiner Tante und ihrem gemeinsamen Sohn, meinem Cousin Anselm im Haus meiner Eltern folgen. Ich war vom ersten Moment an von meinem Onkel fasziniert. Er war anders als Menschen, denen ich bisher begegnet war. Ein großer Mann mit langen dunklen Haaren, ganz in Schwarz gekleidet mit schwarzen Lederstiefeln. Er trug mehrere Halsketten, an denen astrologischen Symbole baumelten. Sein Bärtchen um die Oberlippe war kunstvoll auf beiden Seiten nach unten gezwirbelt. Und diese Erscheinung fragte mich, seinen Neffen, der gerade mal acht Jahre alt war, ob ich denn bis zum nächsten Mal für Ihn etwas zu Papier bringen wolle. Ich weiß nicht mehr an welchem Motiv ich mich mit welchen Zeichen- oder Malutensilien versuchte, aber ich merkte schon damals, dass diese Form der künstlerischen Darstellung nicht die meine war.

9 Min. Lesezeit
Das Erbe · Über Leherb

Maître Leherb

Surrealist, Mitbegründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus

Andres Onkel Maître Leherb (1933–1997). Im Mittelpunkt seiner surrealen Bilderfindungen stand oft die eigene Person. Obwohl Leherb einer der ersten Vertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus war, wandte er sich später vom Stil der anderen Vertreter wie Arik Brauer und Ernst Fuchs ab und immer mehr dem Surrealismus zu.

Soeben ist uns ein neues Laster entstanden, ein Taumel mehr ist dem Menschen gegeben: der Surrealismus, Sohn des Wahnsinns und der Finsternis.

Louis Aragon in Le paysan de Paris über Maître Leherb
Leben

Maître Leherb, Wiener Künstler des Phantastischen Realismus, und seine Frau Lotte Profohs wurden internationale Superstars ihrer Zeit, mit posthum gewidmeten Straßennamen in Wien.

Werk

Leherbs künstlerisches Erbe umfasst beeindruckende Werke, von monumentalen Fayencen-Mosaiken bis zu überdimensionalen Kunstwerken.

Die Kontinente · Faenza, 1982

In Faenza, Italien, schuf er Anfang der 1980er Jahre die „größte jemals hergestellte Fayence“, ein 380 Quadratmeter großes Mosaik für den Neubau der Wiener Wirtschaftsuniversität, die 1982 eröffnet wurde: „Die Kontinente“. Dabei zog er sich durch den keramischen Staub schwere gesundheitliche Schäden zu. Ein imaginäres Porträt der Erdteile Asien, Europa, Amerika, Afrika, Antarktis und Australien wurde hier in zwölfjähriger Arbeit und mit mehr als 3500 kleinen Keramikplatten geschaffen.

„Keine Werkstatt, kein Experte, kein Keramiker in den europäischen Keramikzentren hielt 1980 die Realisation von acht mal acht Meter großen Majolikamalereien technisch für machbar: das hat es nie gegeben, das wird es nie geben und auch einem Leherb wird derartiges nicht gelingen.“
Maître Leherb
Auszeichnungen
  • Goldmedaille der Triennale in Manur, Belgien
  • Goldmedaille der Biennale Internazionale della Grafica, Florenz
  • Großer Preis der Fondation Internationale des Collectionneurs d'Art, Paris
  • Lauréat du Livre d'Or des Valeurs Humaines, Paris
  • Ambrogino d'Oro del Senato d'Arte, Mailand
  • Elefante d'Oro e gran Premio, Rom-Catania
  • Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst
  • Cavaliere Ufficiale nell'Ordine al merito Italiana, Rom
  • Tribun del Tribunato di Romagna, Ravenna
  • Goldenes Ehrenzeichen „pro meriti“ der WU Wien
  • Ehrenmitglied der Academia Fiorentina delle Belle Arti e Disegno
Folg dem Silbergrauen.

Neue Songs, Backstage, Wien bei Nacht. Andre teilt es zuerst hier.

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